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Задание 7 № 256

David Simo ist...

 

1) ein Germanistik-Student.

2) der Chef der Germanistischen Fakultät.

3) der Präsident des Vereins deutschsprachiger Schriftsteller.

4) ein Spezialist für Kolonialgeschichte Kameruns.


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Die deutsche Sprache in Afrika

Wohl in keinem afrikanischen Land wird soviel Deutsch gesprochen wie in Kamerun: von etwa 300.000 Menschen. Deutsch ist angesagt in Kamerun — nicht nur wegen der Möglichkeiten so einen besseren Job zu bekommen. Hilaire Mbakop plaudert über das Wetter. Das tut er sehr anschaulich und in bestem Deutsch. Denn Deutsch ist die Sprache, in der er träumt, in der er schreibt. Hilaire Mbakop ist Präsident des Vereins deutschsprachiger Schriftsteller in Afrika. Ein kleiner Verein, der erst im Oktober 2009 gegründet wurde und bislang eine Handvoll Mitglieder zählt.

Wieso schreibt er ausgerechnet auf Deutsch? «Ich bin ja Literaturwissenschaftler, habe in Deutschland studiert. Und ich nutze die deutsche Sprache, um bestimmte Sachen präzise und klar ausdrücken zu können.» Präzise und klar sieht er auch die Ziele seines Vereins: «Wir sollten versuchen, den großen deutschsprachigen Markt zu nutzen um die Zensur hier in Kamerun zu umgehen.» ^

Hilaire Mbakop hat selbst schon Ärger wegen seiner klaren Worte bekommen. Von heute auf morgen und ohne Begründung wurde sein Job als Dozent an der Universität Jaunde gekündigt. Eine Strafaktion für sein Buch «Mambes Heimat», so vermutet er, denn in dem in Deutschland veröffentlichten Buch beschreibt er schonungslos den Alltag in Kamerun.

Jetzt arbeitet der 37-Jährige an einer Kolonialgeschichte Kameruns, vor allem die Zeit der Unabhängigkeit interessiert ihn, «und dabei werde ich auf ein Stilmittel Goethes zurückgreifen: Fakten mit Fiktion vermischen und eher einen Roman als ein Sachbuch schreiben.»

Goethe ist auch einer der Lieblingsschriftsteller von David Simo. Aber der Chef der Germanistischen Fakultät in Jaunde ist eher ein Freund neuester und neuerer deutscher Literatur wie Hubert Fichte und auch Günther Grass. Deutschland fasziniert ihn, er ist ständig bei Kongressen und Tagungen, hält sich auf dem Laufenden, vermittelt aber auch Informationen über Germanistik in 42

einem afrikanischen Land. In Kamerun gibt es etwa 300.000 Menschen, die Deutsch lernen oder sprechen, seine eigene Fakultät erlebt einen stetig wachsenden Zulauf. Hängt das nur damit zusammen, dass Kamerun ein deutsches Schutzgebiet war?

«Aber nein, das hängt paradoxerweise mit den Franzosen zusammen, die ja das koloniale Erbe angetreten hatten», erklärt Simo. Denn Deutsch war in Frankreich eine verpflichtende Fremdsprache und in Kamerun wurde das französische Schulsystem eins zu eins übernommen. Also auch die Fremdsprache Deutsch als Schulfach.

Doch die Germanistik in Kamerun hat sich weiterentwickelt. «Wir können natürlich in Kamerun nicht so lehren wie in Asien oder in europäischen Ländern. Hier heißt Germanistik auch, sich mit der deutsch-kamerunischen Geschichte zu beschäftigen. Aber natürlich geht es auch um das Land Deutschland und dessen Besonderheiten.»

Das sieht auch Charles Ekollo so. Der Gennanistik-Student ist, wie er sagt, «eher durch Zufall in dieses Studienfach geraten. Denn die Fächer Englisch und Französisch waren schon belegt. Da habe ich eben Deutsch genommen und dann gemerkt, wie faszinierend Germanistik ist.» Ekollo verspricht sich auf zwei Ebenen Gewinn durch sein Studienfach: Zum einen erhofft er sich einen guten Job als Deutschlehrer oder im diplomatischen Dienst — zum anderen aber auch Erkenntnisse über seine eigene Identität als Afrikaner. «Denn indem ich mich mit der Geschichte der deutsch-kamerunischen Beziehungen beschäftige, erfahre ich auch etwas über meine Geschichte als Afrikaner. Unsere eigene Tradition und Geschichte wird ja in der Schule kaum gelehrt.»

Dafür aber Deutsch als Sprache. In den weiterfuhrenden Schulen können sich die Schüler zwischen Spanisch und Deutsch als zweiter Fremdsprache entscheiden — und «fast immer wählen sie Deutsch», freut sich Marie Noelle Ntouba Ngolle. Sie ist Deutschlehrerin in Duala und hat schon hunderte Kinder unterrichtet. Viele davon wollen selbst Deutschlehrer werden, «aber die meisten interessieren sich einfach für Deutschland als Wirtschaftsmacht und Kulturland.»

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Задание 3 № 252

Hilaire Mbakop schreibt auf Deutsch, weil...

 

1) es sein alter Traum ist.

2) diese Sprache exakt und klar ist.

3) er in Deutschland aufgewachsen ist.

4) in Kamerum viele Deutsch lesen können.


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Задание 4 № 253

Die deutschsprachigen Schriftsteller in Afrika schreiben ihre Bücher auf Deutsch, weil sie hoffen ...

 

1) auf diese Weise die Zensur umgehen zu können.

2) in Deutschland viele Käufer für ihre Bücher zu finden.

3) so ein besseres Job in der Zukunft finden zu können.

4) zum Verein deutschsprachiger Schriftsteller zu gehören.


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Задание 5 № 254

Hilaire Mbakop hat seine Arbeit verloren, weil...

 

1) er viel Ärger der Universität Jaunde gebracht hat.

2) er ein kritisches Buch in Deutschland veröffentlicht hat.

3) es keine Begründung für dieses Job gibt.

4) man vermutet, dass er «Mambes Heimat» geschrieben hat.


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Задание 6 № 255

Warum lernen so viele Menschen in Kamerun Deutsch?

 

1) Kamerun war früher ein deutsches Schutzgebiet.

2) Kamerun hat das französische Schulsystem übernommen.

3) Es gibt sehr viele Freunde neuester und neuerer deutscher Literatur.

4) Deutschland fasziniert 300.000 Menschen in Kamerun.


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Задание 8 № 257

Charles Ekollo hat angefangen Germanisitk zu studieren, weil...

 

1) es keine Studienplätze für andere Fächer wie Englisch und Französisch gab.

2) er immer die Geschichte der deutsch-kamerunischen Beziehungen studieren wollte.

3) man überall in den Schulen in Kamerun Deutsch und deutsche Literatur unterrichtet.

4) er sich immer für Germanistik stark interessiert hat.


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Задание 9 № 258

Die Schüler von Marie Noelle Ntouba Ngolle lernen Deutsch, weil...

 

1) der Beruf des Deutschlehrers im Land sehr anerkannt ist.

2) sie einen guten Job im diplomatischen Dienst zu bekommen hoffen.

3) die zweite Fremdsprache Spanisch nicht populär ist.

4) sie sich für Kultur und Wirtschaft von Deutschland interessieren.


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Задание 7 № 302

Alle Privatschulen in der Schweiz ...

 

1) haben Stipendien für begabte Kinder.

2) bekommen Gelder vom Staat.

3) sind mehrsprachig.

4) finanzieren sich selbst.


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Schweiz: Von Franken und Kantonen

In der Schweiz ist eine Zunahme an Schülern zu verzeichnen, die eine Privatschule besuchen. Eine Privatschul-Hochburg ist die Schweiz aber nicht. Die Zahl der Schüler, die im Rahmen der Schulpflicht eine- Privatschule besuchen, liegt mit 3,4 Prozent sogar noch niedriger als in Deutschland. Im europäischen Vergleich besuchen also wenig Schüler in der Schweiz eine Privatschule. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass das öffentliche Bildungssystem in der Schweiz grundsätzlich als ausreichend empfunden wird.

In der Schweiz sind die einzelnen Kantone für die Bildung zuständig. Die gesamte Schulausbildung umfasst in der Schweiz zwölf Schuljahre. Die verpflichtende Primarschule umfasst sechs Jahre in der Schweiz, danach wird die Sekundarstufe I besucht — nach Abschluss dieser ist die Schulpflicht von neun Jahren erfüllt. In der Sekundarstufe II kann dann das Abitur oder die Matura erlangt werden.

Nicht zuletzt wegen der vier Landessprachen — Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch — fördert die Schweiz in besonderem Maße die multikulturelle Bildung. Auch die internationalen Beziehungen der Schweiz wachsen und immer mehr Ausländer siedeln sich in der Schweiz an. Aktuelle Statistiken zu den Privatschulen in der Schweiz zeigen, dass die Zunahme der Privatschulen vor allem durch neue ausländische und zweisprachige Programme zu erklären ist.

Um eine Alternative zu dem guten bestehenden Bildungssystem der Schweiz zu bieten, sind viele Privatschulen mehrsprachig, konfessionell geprägt oder haben sich einer bestimmten Pädagogik verschrieben. Zahlreiche Privatschulen in der Schweiz sind Waldorfschulen nach der Rudolf Steiner- Pädagogik. Viele der Privatschulen bieten einen Schulbesuch sowohl für interne Schüler (also in Form eines Internates) als auch für Tagesschüler an. Es gibt in der Schweiz Privatschulen für jede Altersstufe und Schulart — von der Vorschule bis zur Universität.

Während die Zahl der konfessionell geprägten Privatschulen schon lange konstant bleibt, sinkt die der Privatschulen mit reformpädagogischem Profil. In den fmanzstärkeren Kantonen der Schweiz besuchen mehr Schüler eine Privatschule und insgesamt sind es mehr Jungen als Mädchen.

Nahezu alle bekannten Privatschulen in der Schweiz haben sich im Verband schweizerischer Privatschulen zusammengeschlossen. Dieser zählt 260 Mitgliedsschulen. Die Privatschulen in der Schweiz unterliegen den kantonalen Schulgesetzen.

Die meisten Privatschulen der Schweiz sind selbsttragend oder sogar gewinnorientiert. Einige erhalten öffentliche Zuschüsse. Zunehmend sollen vor allem Privatschulen bezuschusst werden, die Aufgaben übernehmen, die das öffentliche Schulsystem nicht leisten kann, wie zum Beispiel bei besonderer Begabung, Verhaltensauffälligkeiten oder Sporttalenten. Je nach Kanton wird die Unterstützung und Förderung der Privatschulen anders gehandhabt. Meist fordern diese nur Angebote, an denen sie besonderes Interesse haben. Die Vollfinanzierung von Privatschulen ist allerdings in keinem Kanton vorgesehen.

Da sich die Privatschulen überwiegend selbst finanzieren, sind die Schulgelder für Privatschulen in der Schweiz entsprechend hoch —je nach Privatschule aber unterschiedlich. Für gewöhnlich richtet sich das Schulgeld nach dem Einkommen der Eltern und liegt zwischen 550 und 3.000 Franken monatlich (Verhältnis zum Euro etwa 1,3 : 1). Durchschnittlich zahlen Eltern jährlich für einen Schüler auf einer Privatschule in der Schweiz 15.000 Franken — das sind über 10.000 Euro.

Die Rudolf Steiner-Schulen setzen sich verstärkt dafür ein, dass Eltern finanziell entlastet werden, die ihren Kindern eine private Schule finanzieren. Schließlich zahlen diese durch ihre Steuern auch für die öffentlichen Schulen, die ihre Kinder aber nicht in Anspruch nehmen. Die Idee einer Initiative ist, den Privatschulen das Geld zukommen zu lassen, welches ein Kind auf einer öffentlichen Schule an Kosten verursachen würde. Dadurch könnte das Schulgeld bezahlt oder zumindest verringert werden.

Nicht alle Privatschulen unterstützen diese Initiative, da sie fürchten, in der freien Gestaltung ihrer Schule beschnitten zu werden. Auch könnten sich die Privatschulen ihre Schüler nicht mehr selbst aussuchen — nicht jeder Schule gefällt das. Das Ziel ist, Schüler aller sozialen Schichten aufnehmen zu können: Nicht nur wohlhabenden Eltern sollte die Wahl einer geeigneten Schule und des gewünschten pädagogischen Konzeptes vorbehalten sein.

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Задание 3 № 298

In der Schweiz besuchen wenige Schüler eine Privatschule, weil...

 

1) viele Kinder auf eine Privatschule im benachbarten Deutschland gehen.

2) das staatliche Schulsystem gut genug ist.

3) es eine große Nachfrage nach mehrsprachigen Programmen gibt.

4) es überhaupt wenige Kinder gibt, die im Rahmen der Schulpflicht eine Schule besuchen.


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Задание 4 № 299

Jedes Kind in der Schweiz hat seine Schulpflicht erfüllt wenn es...

 

1) zwölf Jahre eine öffentliche oder private Schule besucht hat.

2) eine Schulausbildung von neun Jahren absolviert hat.

3) die verpflichtende Primarschule sechs Jahre lang besucht hat.

4) die Sekundarstufe I und II an einer beliebigen Schule abgeschlossen hat. 


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Задание 5 № 300

Die Zahl der Privatschulen wächst in erster Linie, weil die Privatschulen...

 

1) neue ausländische und zweisprachige Programme anbieten.

2) eine Alternative zum bestehenden Bildungssystem bieten.

3) Unterricht in allen vier Landessprachen anbieten.

4) alternative pädagogische Systeme anbieten.


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Задание 6 № 301

Die Privatschulen werden mehr von ... besucht.

 

1) Jungen

2) Vorschulkindern

3) Tagesschülern

4) Mädchen


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Задание 8 № 303

Rudolf Steiner-Schulen wollen, dass...

 

1) die Eltern, die ihre Kinder in Privatschulen schicken, vom Staat dafür Geld bekommen.

2) Privatschulen vom Staat Geld für jeden Schüler bekommen und die Eltern weniger zahlen.

3) das Schulgeld nicht mehr als 550 Franken monatlich beträgt.

4) die Eltern, die ihre Kinder in Privatschulen schicken, weniger Steuern zahlen.


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Задание 9 № 304

Manche Schulen unterstützen die Initiative der Rudolf Steiner-Schulen nicht, weil...

 

1) sie Angst haben, dass sie ihre Freiheit verlieren.

2) sie es bevorzugen nur Kinder von wohlhabenden Eltern zu haben.

3) ihr pädagogisches Konzept dafür nicht geeignet ist.

4) sie Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten nicht haben wollen. 


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Задание 7 № 348

Angelas Vater leitete in Templin ...

 

1) ein Kolleg für Pfarrer.

2) Kurse für Vikare.

3) ein Heim für geistig Behinderte.

4) eine Dorfschule.


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Die Bundeskanzlerin

Die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel (Mädchenname: Angela Dorothea Kasner) wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg-Barmbek geboren. Hier hatten sich ihre Eltern während des Studiums ihres Vaters kennen gelernt.

Angelas Vater, Horst Kasner, stammt aus Berlin-Pankow und studierte Theologie in Heidelberg und Hamburg. Kurz nach Angelas Geburt trat er seine erste Pfarrstelle bei der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg an, durchaus im Wissen darum, dass das Leben als Pfarrer in der DDR schwierig sein würde. Die Kirchen in der DDR waren bestenfalls gelitten und galten als ein Überbleibsel des kapitalistischen Systems. Pfarrer waren einerseits gefürchtet wegen ihres umfangreichen Wissens, andererseits belächelt als Ewiggestrige. Hinzu kam, dass DDR-Pfarrer äußerst geringe Gehälter erhielten. Das alles wusste Kasner — und kam zurück, weil er nicht «bei den Fleischtöpfen Ägyptens» bleiben wollte, während in der DDR Pfarrer dringend gebraucht wurden.

Horst Kasner, auch der «rote Kasner» genannt, hatte Sympathie für sozialistische Ideale. Frühzeitig und überzeugt trat er für die Kirche im Sozialismus ein: Die evangelische Kirche sollte sich nicht im Kampf gegen den Staat aufreiben, sondern unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen leben und arbeiten, vor allem auch den Dialog mit den staatlichen Stellen suchen. Er gehörte später zur Leitung des Weißenseer Kreises, der als staatsnah und linkselitär galt, der aber 66 sowohl dem Staat als auch der Kirche suspekt war. Die Meinungen über Kasners Beziehung zum DDR-Regime sind bis heute geteilt.

Angelas Mutter, Herlind Kasner geb. Jentzsch, eine fröhliche, lebenslustige Frau, durfte als Frau eines Pfarrers in der DDR ihren Beruf als Englisch- und Lateinlehrerin nicht ausüben — zu sehr fürchteten sich die Verantwortlichen vor anderen Weltanschauungen und deren möglichen Einflüssen auf die Schüler. Was für Herlind Kasner selbst von Nachteil war, sollte für ihre Kinder von großem Nutzen sein: Es gab viel Zeit für Gespräche über alle Sorgen und Probleme. Im Gegensatz zu den meisten DDR- Bürgern war es Kasner und seiner Frau bereits vor dem Rentenalter vergönnt, in «nichtsozialistische» Länder zu reisen, sogar in die USA.

Angela Kasner kam mit acht Wochen in die DDR. In einem Dorf in der Prignitz trat ihr Vater seine erste Pfarrstelle an. Drei Jahre später übernahm er die Leitung des Waldhofs bei Templin, einer Kreisstadt in der Uckcnnark. Dort gab es zwei Einrichtungen in unmittelbarer räumlicher Nähe: Am von .Kasner geleiteten Kolleg konnten Pfarrer sich weiterbilden', und es gab Kurse für Vikare, die vor dem zweiten Examen standen. Außerdem befand sich auf dem Gelände ein Heim für geistig Behinderte.

Angela redete früh, aber sie lief nicht. Sie sei «ein kleiner Bewegungsidiot» gewesen, sagt sie. Erst mit fünf Jahren lernte sie, wie man einen Berg hinunterläuft. Dafür zeigte sie bereits in diesem Alter Bestimmer-Qualitäten: Anstatt selbst zu laufen, schickte Angela ihren drei Jahre jüngeren Bruder.

Das Verhältnis zu Eltern und Geschwistern — dem Bruder und der zehn Jahre jüngeren Schwester — war sehr innig, die Erziehung streng. Durch die auch in ihrem Haushalt aus und ein gehenden Behinderten erlebten die Kinder täglich normalen Umgang zwischen gesunden und kranken Menschen.

Templin liegt in landschaftlich reizvoller, waldreicher Umgebung. Es gab Tiere und eine Gärtnerei auf dem Gelände. Großmutter und Tante aus Hamburg kamen oft zu Besuch, und die Pakete mit Lebensmitteln und Kleidung ermöglichten ein angenehmeres Leben als in den meisten DDR- Pfarrhaushalten. Sie habe «praktisch nie DDR-Klamotten getragen», erzählt Angela Merkel noch heute. Ihr Vater verfügte über eine große Bibliothek, auch mit «unerlaubter" Literatur. Durch Bücher und umfangreiche Anregung wurden die Kinder der Familie Kasner zu geistig regen, vielseitig interessierten Menschen mit einer umfassenden Bildung.

1961 wurde Angela in Templin eingeschult. Etwas später als ihre Mitschülerinnen wurde sie, anders als die meisten DDR-Pfarrerskinder und auf eigenen Wunsch, Mitglied bei den Jungen Pionieren. Dennoch blieb es auch ihr nicht erspart, von Lehrern wegen Kleinigkeiten vor der Klasse vorgeführt zu werden.

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Задание 3 № 344

Angela Merkel wurde in ... geboren.

 

1) Berlin

2) Hamburg

3) Heidelberg

4) Brandenburg


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Задание 4 № 345

Horst Kasner ist nach dem Studium in die DDR übersiedelt, weil die Pfarrer in der DDR...

 

1) gute Gehälter bekamen.

2) gebraucht wurden.

3) hoch geachtet waren.

4) gefürchtet waren.


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Задание 5 № 346

Der «rote Kasner» wollte, dass die Kirche...

 

1) gegen den sozialistischen Staat kämpft.

2) sich unter der Leitung des Weißenseer Kreises entwickelt.

3) Sympathie fiir sozialistische Ideale pflegt.

4) im Rahmen des sozialistischen Staates lebt und arbeitet.


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Задание 6 № 347

Angelas Mutter...

 

1) war in der DDR eine Hausfrau.

2) arbeitete in der DDR als Englischlehrerin.

3) arbeitete in der DDR als Lateinlehrerin.

4) hat in der DDR eine Rente bekommen.


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Задание 8 № 349

Angela hatte ... Geschwister.

 

1) zehn

2) drei

3) zwei

4) keine


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Задание 9 № 350

Die Familie Kasner hatte ein besseres Leben als in den meisten DDR-Pfarrhaushalten, weil...

 

1) die Beziehungen in der Familie sehr gut waren.

2) es auf dem Gelände des Waldhofes eine Gärtnerei gab.

3) die Kinder Mitglieder bei den Jungen Pionieren wurden.

4) die Verwandten aus Hamburg mit Produkten und Kleidung halfen. 


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Задание 7 № 394

Robert wohnt zentral,...

 

1) deshalb kann er alles leicht erreichen.

2) trotzdem muss er lange zur Schule fahren.

3) obwohl er lieber in einem anderen Stadtbezirk wohnen würde.

4) deswegen können seine Freunde ihn oft besuchen.


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Robert

Robert wohnt mitten in Berlin. Er schwimmt und taucht gern, baut an seiner Werkbank — und ist mit elf Jahren schon ein gewiefter Geschäftsmann hinterm Kinderzimmer-Tresen. Seine Hobbys sind manchmal mit weiten Wegen verbunden und seine Tage geschäftig, doch Robert genießt die Großstadt. Werktags ist ab sechs Uhr früh geöffnet, samstags ab sieben. Das sind nicht die Öffnungszeiten irgendeines Supermarkts, sondern die des kleinen Robert. Der Berliner hat in seinem Kinderzimmer zwischen Hochbett und Schreibtisch einen kleinen Tresen aufgebaut. Hier verkauft er Süßes und Knabberzeug an seine Familie und Freunde — und bessert sich damit das Taschengeld auf. Seit etwa drei Jahren macht er das schon so. Dabei ist er immer darauf bedacht, dass er auch «konkurrenzfähig» bleibt. «Hier, so ein Glückskeks kostet an der Tankstelle 50 Cent, bei mir nur 20!», erklärt der Junge. Stolz zeigt er seine «Kasse» — eine Geldkassette mit Münzen aller Werte. Sogar einen Zahlteller hat er, wie im richtigen Laden.

Neben dem «Geschäfte machen» hat Robert noch viele andere Hobbys: tauchen, schwimmen, mit Bausteinen spielen, an seiner Werkbank etwas bauen — oder auch mal etwas auseinander nehmen. Gerade versucht er sich am Herstellen von Schmuck: einen schönen Stein bearbeiten und lackieren. «Im Laden ist so was ja teuer, ich könnte das billiger herstellen», ist er schon wieder ganz Geschäftsmann. Möglicherweise wird er das ja auch mal zum Beruf machen. Am liebsten würde er aber Lehrer oder Polizist werden. Falls ihm da sein Notendurchschnitt von 2,4 einen Strich durch die Rechnung machen sollte, wird er eben Kaufmann. Rechtsanwalt wie sein Vater will er jedenfalls lieber nicht werden. «Da hat man viel zu spät Feierabend. Papa ist ja immer so lange weg», erklärt er.  

Robert wohnt mitten im Herzen Berlins. Am südlichsten Zipfel des Bezirks Prenzlauer Berg lebt er mit seiner Familie in einer riesigen Altbauwohnung. Weit über hundert Quadratmeter, stuck verzierte Decken. Von hier aus kann man den Fernsehturm sehen. Zentraler geht's kaum — aber das fordert auch seinen Tribut: Sechs Spuren Innenstadtverkehr rauschen vor den Fenstern vorbei, dazu die Straßenbahn, und eine Baustelle gibt's auch. An Schlafen mit offenem Fenster ist hier nicht zu denken.

Roberts Tag ist geschäftig: Täglich geht's in die Schule nach Karlshorst. Von seiner Wohnung in der City braucht er rund 45 Minuten bis dort hin: S-Bahn, umsteigen, Straßenbahn, laufen. Kein kurzer Schulweg. Robert besucht eine Privatschule, die vor allem auf Kreativität und Förderung zielt. Mittwochs hat er Arabisch, einmal pro Woche bekommt er zu Hause Flöten- und Keyboard-Unterricht. Sein Französisch-Zusatzkurs ist am Nöllendorfplatz — wieder viel Fahrerei. Und auch seine Freunde wohnen quer übers Stadtgebiet verteilt. So zentral Robert also auch in der Großstadt wohnt, so viel müssen er und seine Familie trotzdem umherfahren. Supermarkt und Kino gibt's zwar an jeder Ecke, aber Individualität und Hobbys haben auch hier ihren Preis — und kosten Zeit. Meist ist Robert am späten Nachmittag nicht vor seiner Mutter zu Hause, das ist so gegen 17 Uhr. Trotzdem fühlt er sich wohl in der lauten Großstadt. «Mal auf dem Land wohnen, das wäre schon ok, aber die Stadt bietet einfach mehr», sagt er. Und wenn die Familie doch mal wieder genug vom Großstadtlärm hat, fährt sie zum Ausspannen in den Urlaub. «Ich war schon 13 Mal in Frankreich», erzählt Robert stolz. Da betreibt er dann übrigens auch sein kleines «Geschäft» und verkauft Süßigkeiten und Knabberzeug an seine Familie. Seine «Ware» nimmt er auf der Hutablage hinter dem Rücksitz mit.

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Задание 3 № 390

Robert vekauft Süßigkeiten in...

 

1) in einem Supermarkt.

2) in seinem Kinderzimmer.

3) in einer Bank.

4) in einer Schule.


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Задание 4 № 391

Robert verkauft Süßigkeiten um ...

 

1) Taschengeld zu verdienen.

2) konkurrenzfähig zu sein.

3) die Hausaufgaben nicht zu machen.

4) das Geschäftslebcn kennen zu lernen.


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Задание 5 № 392

Robert verkauft Süßigkeiten an ...

 

1) Tankstellen.

2) Geschäftsleute.

3) Klassenkameraden.

4) Freunde und Familie.


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Задание 6 № 393

Robert will ... werden.

 

1) Rechtsanwalt

2) Lehrer oder Polizist

3) Hersteller von Schmuck

4) Verkäufer


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Задание 8 № 395

Roberts Schule befindet sich ...

 

1) im Bezirk Prenzlauer Berg.

2) am Nöllendorfplatz.

3) im Bezirk Karlshorst.

4) am Fernsehturm.


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Задание 9 № 396

Das Leben in der Großstadt gefällt Robert ...

 

1) nicht wegen des Lärms und der schlechten Luft.

2) sehr, weil die Großstadt viel bieten kann.

3) nicht besonders, weil er sehr viel herumfahren muss.

4) sehr gut, weil alle seine Freunde da leben. 


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Задание 7 № 440

Im Winter 1911 ...

 

1) wurde Klees Sohn Felix geboren.

2) lernte Klee seine zukünftige Frau kennen.

3) machte Klee Bekanntschaft mit Marc und Kandinsky.

4) wurde Klee Mitglied der Künstlergemeinschaft «Der Blaue Reiter».


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Paul Klee

Paul Klee wurde als Ernst Paul Klee am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern als zweites Kind des deutschen Musiklehrers Hans Wilhelm Klee und der schweizerischen Sängerin Ida Klee, geb. Frick geboren. Der Vater stammte aus Thann in der Rhön und studierte am Stuttgarter Konservatorium Gesang, Klavier, Orgel und Violine. Dort lernte er seine spätere Frau Ida Frick kennen. Bis 1931 wirkte Hans Wilhelm Klee als Musiklehrer am Berner Staatsseminar in Hofwil bei Bern. Paul Klee konnte durch sein Elternhaus seine künstlerischen Fähigkeiten musisch entwickeln. Die Musik war für ihn eine ständige Quelle der Anregung und Inspiration, bis an sein Lebensende.

Im Jahr 1880 zog die Familie nach Bern. Von 1886 bis 1890 besuchte Klee die Primarschule und erhielt mit sieben Jahren Geigenunterricht bei Carl Jahn, dem Violinlehrer der Städtischen Musikschule. Das Geigenspiel beherrschte er bald so meisterhaft, dass er bereits als Elfjähriger als außerordentliches Mitglied bei der Bernischen Musikgesellschaft spielen durfte. Weitere Interessen lagen im Zeichnen und Dichten. In seinen Schulbüchern und -heften finden sich zahllose Karikaturen. Mit dem Zeichenstift erfasste er schon früh die Silhouetten der umliegenden Städte wie Bern und Fribourg und der sie umgebenden Landschaft. Sein zeichnerisches Talent wurde jedoch nicht gefordert, da seine Eltern ihn zum Musiker ausbilden lassen wollten. 90 

Klees Doppelbegabung machte es ihm nicht leicht, sich zwischen der Ausbildung in Musik oder Malerei zu entscheiden; seine Wahl fiel auf die Kunst — er opponierte damit gegen den Wunsch seiner Eltern —, daher studierte er zuerst Grafik in München an einer Privatschule bei Heinrich Knirr und bildete sich 1899 bei Walter Ziegler in der Technik des Radierens aus. Am 11. Oktober 1900 gelang es Klee, in die Malklasse von Franz von Stuck an der Kunstakademie in München aufgenommen zu werden, an der gleichzeitig Wassily Kandinsky studierte. Die beiden begegneten sich jedoch nicht, da Klee nur sporadisch am Unterricht teilnahm und im März 1901 die Akademie wieder verließ, da er dem Unterricht wenig abgewinnen konnte. Wie sich später herausstellen sollte, hatten Klee und Kandinsky in München in derselben Straße gewohnt — in der Ainmillerstraße, nur einige Häuser voneinander entfernt.

Im September 1906 zog Klee endgültig nach München und heiratete die Pianistin Lily Stumpf, die er 1899 kennen gelernt hatte. Ein Jahr später wurde der Sohn Felix geboren. Klee übernahm zum großen Teil die Kindererziehung und den Haushalt in ihrer Wohnung in Schwabing, Lily erteilte Klavierstunden, trat aber nicht mehr als Pianistin auf.

Im Herbst 1911 machte er die Bekanntschaft von August Macke und Wassily Kandinsky. Im Winter desselben Jahres schloss er sich dem «Blauen Reiter» an, einer künstlerischen Gemeinschaft der Expressionisten. Der Name der Gemeinschaft leitet sich von einem gleichnamigen Holzschnitt Kandinskys aus dem Jahr 1911 her, der 1912 als Buchtitelillustration zu dem Almanach diente.

Die Herausgabe des Almanachs wurde jedoch zugunsten einer Ausstellung aufgeschoben. Die erste der beiden Ausstellungen des «Blauen Reiters» fand vom 18. Dezember 1911 bis zum 1. Januar 1912 in der Modernen Galerie Heinrich Thannhauser in München statt. Klee war in dieser Ausstellung nicht vertreten, jedoch wurden in der zweiten Ausstellung, die vom 12. Februar bis zum 18. März 1912 in der Galerie Goltz stattfand, 17 grafische Arbeiten von ihm gezeigt. Diese zweite Ausstellung hieß programmatisch «Schwarz-Weiß», da sie ausschließlich Druckgrafik berücksichtigte. Kandinsky und Marc gaben den bereits 1911 geplanten Almanach «Der Blaue Reiter», in dem mehrere Werke Klees reproduziert worden waren, im Mai 1912 im Piper Verlag heraus.

Als Sohn eines deutschen Vaters wurde Klee im Ersten Weltkrieg am 11. März 1916 als Rekrut einberufen. Er war erst «Kunstmaler» und besserte die Tarnbemalung der Flugzeuge aus. Dann war er als Schreiber des Kassenwarts tätig, daher blieb ihm ein Fronteinsatz erspart, und er konnte die Malerei im Krieg fortführen. In Herwarth Waldens Galerie «Der Sturm» gab es im März 1916 eine erste Ausstellung seiner abstrakten Aquarelle, eine zweite folgte im Februar 1917. Der Verkauferfolg war gut, und Waiden forderte neue Werke an, da der Kunstmarkt positiv reagierte.

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Задание 3 № 436

Die Eltern von Paul Klee waren ...

 

1) Maler.

2) Sänger.

3) Dichter.

4) Musiker.


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Задание 4 № 437

Als Kind ...

 

1) konnte Paul schon sehr gut Geige spielen.

2) zeigte Paul keine musikalische Begabung.

3) konzentrierte sich Paul auf Musikunterricht.

4) interessierte sich Paul überwiegend für Poesie.


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Задание 5 № 438

Die Eltern von Paul...

 

1) unterstützten seinen Wunsch Kunst zu studieren.

2) wollten, dass ihr Sohn eine musikalische Ausbildung bekommt.

3) förderten die dichterischen Talente von ihrem Sohn.

4) förderten alle Talente und Neigungen von Paul.


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Задание 6 № 439

Paul Klee und Wassily Kandinsky ...

 

1) lernten sich an der Kunstakademie in München kennen.

2) studierten beide Grafik in München an einer Privatschule.

3) wohnten in der gleichen Straße in München.

4) begegneten sich nur sporadisch im Unterricht.


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Задание 8 № 441

Wann wurden Klees Werke dem Publikum bekannt?

 

1) Klees Werke waren von Anfang an bei den Ausstellungen des «Blauen Reiters» vertreten.

2) Klees graphische Werke wurden erst bei der zweiten Ausstellung der Gruppe präsentiert.

3) Erst mit dem Erscheinen des Almanachs wurden Klees Werke dem Publikum bekannt.

4) Erst während des Ersten Weltkrieges wurden die abstrakten Graphiken von Klee bekannt.


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Задание 9 № 442

Im Ersten Weltkrieg ...

 

1) war Paul Klee Rekrut an der Front.

2) konnte Paul Klee sich mit der Malerei beschäftigen.

3) baute Paul Klee Flugzeuge für den Fronteinsatz.

4) verkaufte Paul Klee Schreibwaren und Kunstgegenstände.


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